Bronzezeit

ab 3T v.u.Z.

Befestigte Siedlungen

Lahntal

  • Späte Warmzeit; Mischwälder
  • Befestigte sozial strukturiere Siedlungen
  • Indoeuropäisch verläuft auseinander; Erste (germanische) Lautverschiebung
  • Erste Schriftzeugnisse
Es wird wieder wärmer; Mischwälder breiten sich in Europa weiter aus. Nördlich vom Schwarzen und Kaspischen Meer erfährt der (heutige ukrainisch-russische) Steppengürtel eine anhaltende Dürre, wodurch der dort lebenden Bevölkerung weniger Weideflächen zur Verfügung stehen. Diese Steppenbewohner (Indoeuropäer) ziehen als Viehnomaden daher nach Westen, wo sie auf die Ur-Europäer treffen. Dort, wo es zu Kontakten oder Vermischungen kommt, übernehmen die Neuankömmlinge Ackerbau und Viehzucht, bringen aber auch ihre Erfahrungen als Viehhirten mit. Sprachlich entwickelt sich eine zunehmende Diversifizierung; die "Proto-Indeuropäische Ursprache" (die so heißt, weil sie nicht belegt ist, aber größtenteils rekonstruiert werden kann), adaptiert neben neuem Wissen und Kulturtechniken auch sprachliche Elemente der europäischen Urbevölkerung. "Regionale Dialekte" des Ur-Indogermanischen entstehen - Griechisch, Armenisch, Albanisch, Italisch, Germanisch (Erste - germanische - Lautverschiebung), Keltisch. Slawisch spaltet sich erst um 600 v.u.Z. ab. Durch innereuropäische Bevölkerungsbewegungen werden sowohl der Ackerbau als auch die Indoeuropäische Sprache weiter verbreitet. 
 
Die griechische Zivilisation mit ihrer hochstehenden Kultur entsteht aufgrund der Beeinflussung durch einwandernde Indoeuropäer.
 
Die Italiker oder vielmehr italischen Völker entwickeln sich ebenso durch Einwanderung der Indogermanen. Das Latein steigt zur kulturellen Hochsprache auf - unter Einbeziehung vieler Lehnwörter der Etrusker - einem alt-europäischen Volksstamm.